Lebensfreuden

Shopping Day

Samstag 25 Januar 2020 - 18:00:13
shopping_day.jpg Einmal im Monat treffen sich meine Mädels und ich zum Shoppen!

Natürlich sind wir davon überzeugt, dass es nicht so sehr darum geht, etwas zu kaufen, sondern vor allem um die Unternehmung und das gesellige Beisammensein an sich.
Gut, ich muss natürlich zugeben, ganz ohne etwas gekauft zu haben, geht es dann doch nicht. Allerdings haben wir uns im Laufe der Zeit angewöhnt, nur noch Dinge zu kaufen, die von Nutzen sind, und so hat sich die Zahl unserer Einkaufstüten bis heute drastisch minimiert.
Gut gelaunt, das Einkaufszentrum fest im Blick, trällern wir im Auto die Songs vom Radio mit, bis wir unser Ziel, die Parkhaus-Garage und den Frauenparkplatz 1a, erreicht haben.
Das Einkaufszentrum hat drei Etagen und das Konzept solcher Zentren besteht natürlich darin, mindestens jede Besucherin einmal durch jede Etage zu dirigieren, bevor sie das Gebäude wieder verlassen darf !
In der untersten Etage drängen sich die Lebensmittelläden, und dazwischen befindet sich auch jene Drogerie, die zwecks Einkauf eines Lippenstifts der Marke... - nur den, sonst keinen, in Knallrot! - zuerst gestürmt und nicht nur mit einem Lippenstift, sondern auch dem passenden Nagellack samt Entferner wieder verlassen wird.
Die Rolltreppe trägt uns in die nächste Etage, in eine ganz bestimmte Bekleidungsabteilung, deren Angebot nicht nur das eigene Herz erfreuen soll, vorausgesetzt, es lässt sich auch etwas Passendes finden! Sollte jetzt die Frage aufkommen, ob das angedachte Teil von Nutzen ist, kann ich darauf nur mit einem klaren Ja antworten, wobei ich hier aus Gründen der Schicklichkeit auf die Art des Nutzens nicht näher eingehen möchte.
Weitere Läden, die von uns noch aufgesucht werden, befinden sich mal in der unteren Etage und mal in der mittleren bis hin zur oberen Etage, und wir legen etliche Kilometer zu Fuß wie auch mittels Rolltreppe zurück. So kommt es, dass wir wieder nach unten fahren, um den Reformladen aufzusuchen. Danach gilt es, wieder auf die mittlere mit dem Handarbeitsladen zu gelangen. Die obere kann man schon wegen des Haushaltsladens nicht auslassen. Shoppen könnte das Schönste der Welt sein, wenn es nur nicht so anstrengend wäre. Irgendwann wird man feststellen, dass es langsam kräftezehrend wird und die Füße brennen und man unbedingt eine Pause einlegen sollte.
Zum Glück sind wir nun schon auf der oberen Etage, wo sich unser Lieblings-Café befindet. Wir fallen in die Sessel und bestellen drei Gläser mit köstlicher heißer Schokolade. Heute pfeifen wir mal auf die Kalorien und geben uns der Leckerei hin, schließlich haben wir ja was geleistet und müssen uns regenerieren.
Wir genießen den Kakao, den gegenseitigen Informationsaustausch darüber, was wir in den letzten Wochen alles so erlebt haben, bis es schließlich an der Zeit ist, das Auto aus der Parkhaus-Garage zu holen, um die Heimreise anzutreten.
Zuhause angekommen, wird sich mit einer Umarmung, einem Küsschen rechts und links und einem „Schön war‘s“ und einem „Bis zum nächsten Mal“ verabschiedet.
Als ich das Haus betrete, kommt mir mein geliebter Hausbär schon auf der Treppe entgegen, küsst mich und fragt, ob der Shopping-Day erfolgreich war!
Ich nehme ihn liebevoll in den Arm – meine Gedanken eilen noch einmal zurück in die erste Etage des Einkaufszentrums - und flüstere ihm ins Ohr: „Gib mir 15 Minuten und ich zeige es dir!“


Hilda und das Bärchen



1 Kommentare


    Fräulein fröhlich
    9 Monaten vor

    Schön.

    1 0