Lebensfreuden

Ein vollgepackter Freitag

Freitag 28 August 2020 - 14:53:46
rudbekia2.jpg Ich genieße gerade mein Abendessen in Form eines Schokoladen-Eiweißshakes.

Ich genieße gerade mein Abendessen in Form eines Schokoladen-Eiweißshakes.
Warum ich das tue? Es ist mir ein Bedürfnis, endlich diese Schokodose und die Sojamilch, die sich bis eben noch im Kühlschrank befunden hat, zu leeren, was ich hiermit geschafft habe, allerdings nur die Sojamilch, nicht die Schokodose! Na ja, aber auch die werde ich noch schaffen, irgendwann, hat ja keine Eile! Auf jeden Fall bin ich gleich satt und das ist die Hauptsache.
Der Tag hat heute Morgen um kurz vor 9 Uhr begonnen, mit schon viel zu warmen Temperaturen und einem schwarzen Kaffee, da ich erneut mit Intervallfasten wieder begonnen habe!
Ich hatte ganz vergessen, dass heute ein Augenarzt Termin auf dem Kalender stand, der mir ins Auge sprang, als ich während meines Kaffeetrinkens auf den Kalender, der vor mir hängt, geschaut habe. Außer mir war da noch jemand begeistert, dass er heute da hin darf.Na hilft ja auch nichts, wenn man Diabetiker ist, muss man da eben einmal im Jahr hin, ist so. Es wird ein etwas vollgepackter Freitag werden!
Tasche packen mit den schon eingekauften Sachen für meine Schwester und Taschen bereitlegen für die Sachen, die heute noch gekauft werden, nach dem Augenarzt und dem Friseurtermin, der gestern noch telefonisch für 11 Uhr 30 vereinbart worden war, wobei man eigentlich Glück hatte, noch dazwischengeschoben zu werden. Ich sagte ja schon, ein vollgepackter Freitag! Um 9 Uhr 50 Augenarzt-Termin, und – Glück gehabt - einen Parkplatz gefunden nur ca. 5 Gehminuten entfernt, angenehmer Weise im Schatten. Ich hatte schon so eine Ahnung, dass ich gar nicht dort mit rein darf, diesich dann auch bestätigt hat. Weshalb ich mich dann auf den Weg zurück zum Auto gemacht habe. Da mir die ganze Zeit das heiße gelbe Zentralgestirn auf den Kopf geschienen hat, war es mir schön heiß geworden. Auf dem Weg zum Auto bin ich an einem Blumenladen vorbeigekommen, derselbe wie auch schon auf dem Hinweg zum Augenarzt. Eine wunderschöne Blumen-Staude fiel mir ins Auge. Was mir heute so alles ins Auge springt, schon erstaunlich! Die Blumenladen-Besitzerin war rein zufällig gerade draußen, als ich vorbeiging, und so habe ich sie gefragt, was denn die Pflanze koste. 9 Euro 50 ... und ob sie auch wiederkommt im nächsten Frühjahr? Ja, es ist eine Staude und die kommen wieder...perfekt, jetzt blieb nur noch die Frage: kaufen oder nicht kaufen! Erst einmal habe ich einem Blick in mein Portemonnaie geworfen und siehe da, Geld!!!
Einige Minuten später stehe ich dann im Blumenladen und bitte die Verkäuferin, die auch gleichzeitig wohl die Besitzerin ist, mir die Blume ein bisschen einzupacken, damit sie den Rücksitz des Autos nicht beschmutzen kann. Ich lege das Geld auf die Theke und verlasse den Laden - glücklich mit meiner Rudbeckia. Die bald ihren Platz im schönen Schwarzwald finden wird.
Rudbekia1
Mit meiner Pflanze im Arm gehe ich zum Auto und habe Schwierigkeiten, es zu öffnen, was jedoch gelingt, als ich den Topf auf dem Boden absetze. Rudbeckia nimmt auf dem Rücksitz Platz und ich auf dem Beifahrersitz, als mein Handy klingelt - am anderen Ende mein Schwesterherz.
Das Telefongespräch mit ihr wird länger als gedacht, ein schönes Gespräch, finde ich, wir haben uns über das kommende Wochenende im Schwarzwald unterhalten, und wenn es nach ihr geht, haben wir sehr viel vor. Selbst den Teich möchte sie sauber machen. Meine Überlegungen zielten allerdings auf das Beseitigen der restlichen Äste und auf das Schneiden der Hecke auf der Straßenseite, um der Entrüstung und den eventuellen Beschwerdenfremder Leute und überaufmerksamer Nachbarn zu entgehen. Auch mit dem kleinen Parkplatz am Haus sollten wir uns beschäftigen, ihn freilegen. Wenn dann noch Lust und Restenergie bestehen sollten, vielleicht einmal den kleinen Schuppen ausräumen und alles etwas geordneter wieder einräumen und vielleicht sogar einen Platz finden für die Dachziegel, die mein Bärchen gerne dort untergebracht hätte! Natürlich alles nur, wenn wir es tatsächlich schaffen, früh aufzustehen, um der vielleicht bald zu heißen Sonne noch zu entgehen!
Wir beendeten das Gespräch, weil mich nun der Hunger gepackt hatte und ich unbedingt in die türkische Bäckerei gehen musste, in deren Ladenlokal sich noch vor einem halben Jahr die Filiale der Sparkasse befand. Also die Maske über die Ohren gezogen, Nase und Mund bedeckt und schon öffnete sich magisch die Schiebetür vor mir nach rechts und links. Au Backe, jetzt stand ich da und wie immer wusste ich nicht - angesichts der wunderbaren Auswahl von Backleckereien und vielen verschiedenen Keksen, gefüllt und nicht gefüllt, was ich nehmen sollte. Auf der rechten Seite riefen sie mir zu: Nimm uns, die leckeren mit Nougat gefüllten oder mit Nüssen dekorierten, und links lachte mir ein Stück Kuchen zu!
Ein Buttercroissant! Ich habe den Laden mit einem Buttercroissant verlassen, ist es zu fassen? Bei all den Leckereien!
Gut, ich gebe zu, ich habe den Laden nicht nur mit einem Buttercroissant verlassen.
Ich habe mir auch drei mit Nougat gefüllte Plätzchen gegönnt uuuund beim Verlassen noch einen Keks mit Nüssen, den man sich vom Probierteller nehmen durfte, jaa, is ja gut, ich weiß, aber es sahso lecker aus und schließlich hatte ich Hunger.
Rudbekia
Köstlich diese kleinen Dinger, leider trotz des Nougats etwas zu trocken. Der ganze Mund klebte und ich bekam es kaum vom Gaumen ab. Trinken, ich brauche was zu trinken, unbedingt, jetzt sofort auf der Stelle, sonst verlasse ich noch diese schöne Erde wegen eines Nougatplätzchens, was einfach nicht hinuntergeschluckt werden möchte! Doch woher jetzt Trinkbares nehmen! Ich überlebte es knapp, mein Handy gab einen Ton von sich und ich wurde abgelenkt vom bevorstehenden Plätzchentod. Ich schaute drauf, war was Unwichtiges. Was allerdings wichtig war, war die Feststellung, dass die Zeit so langsam auf den Friseurtermin zuschritt. Ich kletterte aus dem Auto, schloss ab und ging in Richtung Augenarzt. 11 Uhr 30 Friseurtermin und wir hatten schon 11 Uhr!
Auf der Hälfte des Weges kam man mir dann entgegen, völlig genervt, weil es beim Augenarzt so lange gedauert hatte. Gut, ist halt manchmal so.
Vom Standort des Autos bis zum Friseur sind es, wenn man fährt, gerade mal 5 Minuten, doch erst mussten die Sachen zu meiner Schwester, die ja auch auf dem Weg liegt, alles schön zentral beieinander. Erneutes kurzes Gespräch mit ihr, dass man gleich da sei und – ja ich bitte darum! - nach unten käme, um mir beim Rauftragen ihrer Sachen zu helfen. Geparkt wurde etwas weiter weg, da kein Platz mehr vor dem Haus war, so wurden die Arme immer länger, bis wir oben angekommen waren. Ein zügiges Auspacken der Taschen, ein schwesterliches Anlächeln und Tschüss bis... keine Ahnung wann! Ich lief die Treppe runter auf die Straße zum Auto. Weiter ging es zum Friseur. Heute hatten wir echt Glück mit den Parkplätzen (was sonst nie der Fall ist), direkt vor der Tür wartete einer auf uns. Doch jetzt waren wir zu früh, ganze 15 Minuten Zeit hatten wir noch, die wir draußen warten durften, es dürfen ja immer nur 2 Kunden in den Laden. Ach, da fiel mir Annes Brief ein, der ja noch zur Post gebracht werden möchte. Einige Minuten später war auch dies geschehen, rein in die Post, vor den laufenden Ventilator gestellt in die kurze Warteschlange (es war noch jemand vor mir). Die umherschweifenden Augen entdecken etwas für Clara: Seifenblasen! Da kann ich nicht widerstehen, die werden gleich mitgenommen für das nächste Treffen mit ihr.
Dann war es soweit: 5 Minuten nach 11 Uhr 30. Der gute Hans, so heißt der Friseur, war begeistert, wie meine Haare gewachsen sind und hat gleich meinen Nacken noch etwas rasiert, es befanden sich ein paar Zippel da, wo keine sein durften. Jetzt können sie weiterwachsen. Während man seinen 5- Millimeter-Haarschnitt bekam, habe ich in der Gartenzeitung geblättert, die mir anschließend Hans geschenkt hat und die wohl nächsten Freitag gemeinsam mit der Rudbeckia ebenfalls ihren Weg in den Schwarzwald finden wird.
Mittlerweile hatten wir 12 Uhr und jetzt, um die Mittagszeit, wurde die Hitze unerträglich. Es musste aber noch etwas eingekauft werden, was dann auch recht schnell im Lidl geschehen ist.
Die Einkäufe wurden ausgepackt und weggeräumt, und mir fiel mein Buttercroissant ein, das durch den Transport der Milch in meiner Tasche sehr gelitten hatte. Die Butter hatte das Papier fettig gemacht, was dem Geschmack aber nicht geschadet hat. Der erste Bissen - oh Mann, war das lecker; wenn ich es nicht in einem türkischen Laden geholt hätte, hätte man meinen können, es kommt direkt aus Frankreich. Das Verspeisen des Buttercroissants dauerte jetzt ca. 15 Minuten, wie hätte ich so etwas Leckeres schnell hinunterschlingen können! Nun wurde das Laptop eingeschaltet und geschaut, was die 65 Facebook-Freunde so getrieben haben, schnell noch ein paar „Daumen hoch“ verteilt, das Laptop wieder ausgeschaltet und ein kleiner Snack in Form eines halben Apfels und einer halben Grapefruit zu sich genommen, dann überkam mich die Müdigkeit und ich musste mich hinlegen und ein Schläfchen halten.
Das Abendessen, der Shake ist natürlich schon längst getrunken. 18 Uhr ist Feierabend. Und für mich jetzt auch, chillen ist angesagt. Ich gähne sowieso schon die ganze Zeit vor mich hin, es ist einfach zu warm, um noch irgendetwas zu machen.
Und bevor ich jetzt vor lauter Gähnen gleich nichts mehr sehen kann, wünsche ich noch einen schönen Abend und verabschiede mich für heute!

Hilda

Ps. die Rudbeckia hat natürlich schon längst ihren Platz im Schwarzwald bekommen!
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2 Kommentare


    Hanni
    1 Monat vor

    Ach Hilda, deine Geschichten sind so gut, das man sich hinein versetzt fühlt

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    Fräulein fröhlich
    3 Monaten vor

    Herrlich, sehr schön geschrieben!

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