Lebensfreuden

Heute ist Schokoladentag!

Dienstag 20 April 2021 - 15:30:34
schokoladentag.jpg „Kein zweites Mal hat die Natur eine solche Fülle der wertvollen Nährstoffeauf einem so kleinen Raum zusammengedrängt wie bei der Kakaobohne.“
-Alexander von Humboldt-

Wir waren gerade vom Wocheneinkauf zurück. Mein geliebter Hausbär räumte die Taschen aus und legte alles auf den Küchentisch, während ich schon mal damit anfing, alles zu verstauen. Als wir fertig waren, stellten wir fest, dass die Schokolade noch auf dem Tisch lag und vom Wegräumen verschont worden war!
„Hast du gewusst, mein lieber Spatz, dass die Erfindung der Schokolade schon 3000 Jahre alt ist?“, fragte mich mein geliebter Bär und nahm die Tafel Schokolade in die Hand. „Nein, das habe ich nicht gewusst“, antwortete ich ihm. „Doch unsere Welt wäre eindeutig ärmer ohne sie“, fügte ich mit einem Lächeln hinzu. „Rat mal“, forderte mein Bär mich auf, „wie viele Schokoladensorten es gibt.“ „Ich habe keine Ahnung“, antwortete ich. „Es gibt genau vier Sorten von Schokolade“, fing mein Bär an aufzuzählen. „Es gibt die Vollmilch-, die Zartbitter-, die Edelbitter- und die weiße Schokolade!“
„Und hast du gewusst“, erkundigte er sich weiter, „dass der Kakao als Zahlungsmitteleingesetzt wurde?“ Und schon war mein Bärchen in seinem Element. „Die Azteken mussten einen Teil ihrer Steuern mit Kakaobohnen bezahlen,der Ursprung des Kakaos lag nämlich in Mittelamerika und für die Azteken war er ein richtiger Powerdrink!“ „Nein, mein Lieber, das habe ich alles nicht gewusst, ich weiß nur, wenn du die Tafel Schokolade noch länger in den Händen hältst, können wir daraus Ostereier formen. Wollen wir das?“, fragte ich meinen Bären. Worauf er die Tafel auf den Tisch legte und ich sie wegräumte.
„Die Azteken verwendeten die Kakaobutter auch als Medizin und für Kosmetik“, erzählte mein Bärchen weiter. „Schokolade“, fuhr er fort, „Schokolade war bis ins 19. Jahrhundert Luxus und nur für die Reichen erschwinglich!“ „Na, dann bin ich ja heilfroh, dass wir in der heutigen Zeit leben“, zwinkerte ich meinem Bären zu. „Was meinst du dazu,“ fragte ich und schaute ihn dabei ganz lieb an, „dass wir uns, nach all der Theorie über Kakao und Schokolade, jetzt ganz praktisch einen leckeren Kakao zubereiten und uns etwas Schokolade gönnen?“ Die Augen vom Bärchen fingen an zu funkeln und er fragte: „Auf dem Sofa?“
„Auf dem Sofa, mein Lieber!“ antwortete ich. Während ich die Milch in einemTopf langsam (damit sie nicht anbrennt) erhitzte, stellte mein Hausbärchen zwei große Tassen auf dem Tisch bereit. „Was für ein Glück für uns, dass die Trinkschokolade nach ihrer Ankunft in Spanien auch noch den Weg über Italien und Frankreich zu uns gefunden hat. Nicht auszudenken, was uns an Gaumenfreuden fehlen würde!“
Die Milch kochte und ich goss sie in die beiden Tassen auf dem Tisch. Noch zwei Löffel Kakaopulver hineingerührt und unsere Trinkschokolade war fertig. Ich nahm eine kleine Glasschale aus dem Schrank und holte die Schokolade wieder hervor, die mein Bärchen etwas zu liebevoll in seinen Händen gewärmt hatte, als er sein Wissen über Schokolade ausbreitete. Ich brach sie in mundgerechte Stücke und legte sie in die Schale, um damit zu meinem Bären zum Sofa zu gehen. Wir machten es uns gemütlich und erklärten den heutigen Tag zu unserem persönlichen Schokoladentag!
Wir schalteten den Fernseher ein und - war es Zufall oder vielleicht doch nicht? - es begann gerade der Film „Chocolat- Ein kleiner Biss genügt“. Ich hob meine Tasse in die Höhe und prostete den Göttern für ihre köstliche Speise und der von mir verehrten Juliette Binoche zu! Mein Bärchen und ich genossen alle drei „Schokoladengeschenke“ Arm in Arm auf dem Sofa.

Hilda



0 Kommentare